Kassensysteme im Verbund mit Kellnerrufsystem
Kellnerrufsysteme in Verbindung mit einem mobilen oder stationären Kassensystem können den Service am Gast deutlich verbessern und einfacher machen. Das steigert zum einen die Zufriedenheit des Kunden und zum anderen wird das Servicepersonal entlastet. Kellnerrufsysteme werden von einigen Hersteller Firmen angeboten, die Wirkungsweise ist ähnlich. Das hier beschriebene Kellnerrufsystem ServiceCall der Firma Vectron in Münster haben wir ausgewählt, weil es 2008 auf der HoReCaVa Messe in Amsterdam mit dem Innovation Award ausgezeichnet wurde und so davon auszugehen ist, dass es beispielhaft für diese Art von Service Installationen ist. Das ServiceCall Gerät ist ein batteriebetriebenes, kleines, rundes Etwas mit einem auffälligen, roten Knopf mit Kellnersymbol. Dieses Gerät wird einfach auf den Tisch gelegt, nimmt dort nicht zuviel Platz weg, steht aber ständig zur Verfügung. Alternative zum Tischgerät ist die Einbauvariante, bei der der Knopf direkt in den Tisch oder in die Armlehne eingelassen werden kann. Hat der Gast einen Wunsch, drückt er einfach auf den Knopf und das damit ausgelöste Signal wird per Funk übertragen. ServiceCall ist mit allen Vectron Kassensysteme n kompatibel, so dass sowohl die stationären Kassensysteme mit grafischem Tischplan das Rufsignal anzeigen können, indem der entsprechende Tisch darauf anfängt, in einer Signalfarbe zu blinken. Je länger der Ruf her ist, desto schneller blinkt der Tisch. Der Kellner sieht also genau, welcher Gast an welchem Tisch am längsten auf seinen Service wartet und kann dementsprechend reagieren. Meiner Meinung nach macht der Kellnerruf am meisten Sinn, wenn er in Verbindung mit einem mobilen Kassensystem eingesetzt wird. Die POS Mobile Pro oder Mobile XL informieren die Servicekraft mittels blinkender LEDs in Verbindung mit dem Vibrationsalarm darüber, dass der ServiceCall aktiviert wurde. Der Kellner kann den Bestellwunsch des Gastes unmittelbar bearbeiten und die Bestellung direkt in das mobile Kassensystem eingeben. So wird die Bestellung direkt in den Thekenbereich oder in die Küche übertragen, wo das Gewünschte umgehend zubereitet werden kann. Per Vibrationsalarm wird die Servicekraft dann vor dort aus darüber informiert, dass die Bestellung zum Servieren bereit steht. Zeit und Wege wurden eingespart, der Gast ist zufrieden und muss nicht mehr wild gestikulierend versuchen, den Kellner auf sich aufmerksam zu machen. Dem Wirt entgeht kein Umsatz mehr durch übersehene Bestellwünsche. Die Reichweite der Geräte liegt bei ca. 150 m und kann bei Bedarf mittels Funkrepeater erhöht werden. Interessant ist auch, dass bis zu 1000 ServiceCall Geräte miteinander eingesetzt werden können. Diese großen Stückzahlen könnte man in Großraumkinos oder Theatern dazu verwenden, um jeden Sitz mit einem ServiceCall auszustatten. Der ServiceCall muss nicht unbedingt mit Kassensysteme n verbunden werden. Es gibt auch dazu passende Tableaus, die die Signale anzeigen können. Die Tischgeräte sind mit einer Batterie ausgestattet, die für ca. 50000 Funkrufe ausreicht, sie braucht also nicht ständig gewechselt zu werden. Auch kleinere Malheure nimmt der Sender im Kellnerrufsystem nicht übel, da er spritzwassergeschützt ist. Ein rundherum gut durchdachtes Konzept, mit dem sich die Kundenzufriedenheit und auch die Umsätze steigern lassen
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